Kapitel 4.10: Interdisziplinäres Chaos
Shownotes
Dieses Kapitel zeigt, wie durch die konsequente Ausrichtung auf den Kundennutzen und die schrittweise Überwindung von Abteilungsgrenzen ein interdisziplinärer Arbeitsansatz erfolgreich etabliert werden kann. Die gewonnene Agilität und Effizienzsteigerung kommen letztendlich dem Unternehmen und seinen Kunden zugute.
Schnittstellen als größte Herausforderung: „Wie wir es jedoch auch in der Fertigungsindustrie bei unseren Kunden sehen, entstehen die meisten Probleme an den Schnittstellen.“ Diese Erkenntnis zieht sich als roter Faden durch den Text und verdeutlicht die Notwendigkeit, Abteilungsgrenzen zu überwinden. Schrittweise Transformation durch Problemlösung: Die Veränderung hin zu einem interdisziplinären Ansatz erfolgte nicht durch einen Top-Down-Ansatz, sondern durch das schrittweise Lösen von Problemen an den Schnittstellen. So wurde z.B. die Teilnahme von Vertriebsmitarbeitern an Kundenbesuchen eingeführt, um Missverständnisse zu vermeiden: „Die Lösung hierfür war, dass der Mitarbeiter, der das Projekt verkauft hatte, zum ersten Kundenbesuch mitgeht.“
Eigeninitiative und Selbstorganisation: Die Implementierung interdisziplinären Arbeitens erfolgte durch die Eigeninitiative der Mitarbeiter und die Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen: „Die Organisation hat sich gewissermaßen von selbst interdisziplinär zusammengearbeitet, da es zur Erfüllung der Anforderungen notwendig war.“
Bedeutung des Kundennutzens: Der Kunde steht im Mittelpunkt aller Prozesse und Entscheidungen. Die Anpassung der Prozesse und die Einbindung verschiedener Abteilungen dienen dem Ziel, den Kundennutzen zu maximieren: „Die Referenz ist der Kunde, nicht wir selbst.“
Prozessoptimierung durch Einbeziehung aller Beteiligten: Das Beispiel der Projektübergabe zeigt, wie die schrittweise Einbeziehung aller relevanten Bereiche (Vertrieb, Buchhaltung, Entwicklung) zu einem effizienteren und fehlerfreieren Ablauf führt.
Notwendigkeit eines ganzheitlichen Prozessverständnisses: Die Prozesslandkarte muss alle Bereiche des Unternehmens umfassen und deren Zusammenspiel verdeutlichen. Kontinuierliche Anpassung und Lernen: Interdisziplinäres Arbeiten erfordert eine Kultur des Lernens und der stetigen Anpassung an neue Gegebenheiten: „Lernen und anpassen“.
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